Nachname:
Farrelly
Vorname:
Frank
Epoche:
20. Jahrhundert
Arbeitsgebiet:
Psychotherapie
Soziale Arbeit
Geburtsort:
Madison (USA)
* 26.08.1931
† 10.02.2013
Biographie drucken

US-amerikanischer Sozialarbeiter, Psychotherapeut und Gründer der Provokativen Therapie.

 

Frank Farrelly (1931-2013) wurde in Madison (Wisconsin) geboren. Nach seinem Studium der Klinischen Sozialarbeit ab 1954 an der Catholic University in Washington (D.C.) begann er seine therapeutische Laufbahn am Mendota Mental Health Hopsital in Madison. Hier arbeitete er mit psychiatrischen Patienten und entwickelte bald seine eigene Therapieform: die Provokative Therapie. Von 1960 bis 1993 führte er in Madison eine eigene psychotherapeutische Praxis. Er behandelte als schizophren diagnostizierte, aber auch drogenabhängige, schwer depressive und kriminelle Patienten. Vor allem scheinbar „hoffnungslose Fälle“ fanden sein besonderes Interesse.

 

Provokative Therapie

In der Provokativen Therapie zielte Farrelly (1974, S. 175 ff.) mit humorvoll-herausfordernden Mitteln vor allem darauf ab, die Patienten zur Entwicklung eigener Lösungsansätze anzuregen. Obwohl der therapeutische Prozess keine einheitliche Reihenfolge aufweise, seien die Ansatzpunkte oft ähnlich: Der provokative Therapeut berühre im frühen Stadium der Therapie zentrale Bereiche des psychischen Erlebens durch Reize, die den Patienten zwar Angst, aber auch ein zutiefst unterstützendes Gefühl verleihen würden.

 

Neben seiner therapeutischen Tätigkeit lehrte Farrelly u.a. als Professor an der Universität Wisconsin im Fach „Clinical Social Work“.

 

Literatur

Ludwig, A. M., Farrelly, F. (1967): The weapons of insanity. In: American Journal of Psychotherapy 21, (4), S. 737-749.

Farrelly, F., Brandsma, J. (1974): Provocative therapy. Cupertino: Meta.

Farrelly, F., Lynch, M. (1987): Humor in provocative therapy. In: W. F. Fry, W. A. Salameh (Hg.): Handbook of humor and psychotherapy. Sarasota: Professional Resource Exchange, S. 81-106.

Farrelly, F., S. Matthews (1983): Provokative Therapie. In: R. J. Corsini (Hg.): Handbuch der Psychotherapie. Bd. 2. Weinheim: Beltz, S. 956-977.

 

 Robin Pape

 

Zitierweise
Robin Pape (2015): Farrelly, Frank.
In: Biographisches Archiv der Psychiatrie.
URL: www.biapsy.de/index.php/de/9-biographien-a-z/47-farrelly-frank
(Stand vom:16.12.2018)